Rettungs- und Therapiehunde brauchen in der Gemeinde Wenden ab dem kommendem Jahr keine Steuermarke mehr zu tragen. Voraussetzung ist allerdings: Sie werden im Rathaus als solche anerkannt.

Rettungshunde müssen die Prüfung vor Leistungsprüfern eines von der Gemeinde anerkannten Vereins oder Verbandes mit Erfolg abgelegt haben. Dies ist durch das Vorlegen des Prüfungszeugnisses nachzuweisen. Zudem muss die Verwendung des Hundes in einer Rettungsstaffel glaubhaft gemacht werden.

Schwieriger zu beurteilen

Schwieriger ist es bei der Anerkennung für Therapiehunde. Grund: Der Begriff Therapiehund ist nicht geschützt oder in irgendeiner Form bundesweit geregelt.

Es gibt sogenannte Besuchshunde, die mit relativ wenig Aufwand ausgebildet werden. So freuen sich zum Beispiel Langzeitbewohner in Heimen bereits über den regelmäßigen Besuch eines freundlichen Hundes. Man könne sich vorstellen, dass Hausärzte durchaus bescheinigen, dass es sich dabei um Therapiehunde handelt, so die Verwaltung. In diesen und ähnlichen Fällen sei mit einer Flut von Anträgen auf Steuerbefreiung zu rechnen.

"Es ist schwierig, den Begriff des Therapiehundes zu fassen. Wenn jemand kommt und sagt, ich habe einen Hund, und wenn ich den dreimal am Tag streichele geht es mir besser, geht das sicher nicht", bringt es Wendens Kämmerer, Bernd Clemens, auf den Punkt. Deshalb ist in die neue Hundesteuersatzung ab 1. Januar 2014 aufgenommen worden, dass der Eigentümer eines Therapiehundes eine mindestens 26-stündige Ausbildung mit erfolgreicher Prüfung abgelegt haben muss.

Bilanz nach einem Jahr

Von der Steuer befreit sind in der Gemeinde Wenden zudem Hunde, die dem Schutz und der Hilfe Blinder, Tauber oder sonstiger hilfloser Personen dienen. Diese Personen müssen einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "B", "BL", "aG" oder "H" besitzen.

Bleibt nun abzuwarten, für wieviele Rettungs- und Therapiehunde in der Gemeinde Wenden eine Steuerbefreiung beantragt wird. Nach einem Jahr wollen Verwaltung und Politiker auf jeden Fall Bilanz ziehen.